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Wirtschaft

Unternehmensinsolvenzen 2025: Was der Anstieg für Firmen bedeutet

Ein Artikel von der Intelligent Accounting Steuerberatungsgesellschaft Kassel

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Deutlicher Anstieg der Regelinsolvenzen im Jahresvergleich

Nach aktuellen Erhebungen des Statistischen Bundesamtes hat die Zahl der beantragten Regelinsolvenzen in Deutschland im Dezember 2025 um 15,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zugenommen. Diese Entwicklung verdeutlicht eine spürbare Belastung der Unternehmenslandschaft, die sich durch verschiedene wirtschaftliche und strukturelle Faktoren erklären lässt. Der Anstieg betrifft Unternehmen aller Größen – von kleinen Betrieben im Handwerk und Einzelhandel bis hin zu mittelständischen Produktionsunternehmen, Dienstleistungsanbietern und Pflegeeinrichtungen. Besonders auffällig ist, dass der Zeitpunkt der Erfassung der Insolvenzstatistik häufig mehrere Monate nach dem eigentlichen Antrag liegt, was einen zeitlichen Puffer in der statistischen Auswertung erklärt.

Ein Blick auf die endgültigen Zahlen für Oktober 2025 zeigt, dass die Amtsgerichte insgesamt 2.108 Unternehmensinsolvenzen verzeichneten, was einem Zuwachs von 4,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Während die Forderungen der Gläubiger im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgingen, deutet dieser Trend darauf hin, dass zunehmend kleinere oder weniger kapitalstarke Unternehmen betroffen sind. Der gesamtwirtschaftliche Schaden bleibt dennoch erheblich und betrifft sowohl Lieferketten als auch Beschäftigungsstrukturen.

Branchenschwerpunkte und strukturelle Ursachen

Besonders stark betroffen ist der Bereich Verkehr und Lagerei, in dem auf 10.000 Unternehmen 12,3 Insolvenzen entfielen. Diese Branche kämpft mit gestiegenen Energiekosten, Fachkräftemangel und einer anhaltend hohen Nachfragevolatilität im Transportsektor. Unmittelbar dahinter folgt das Gastgewerbe mit 10,5 Insolvenzen auf 10.000 Betriebe. Die Kombination aus steigenden Betriebskosten, rückläufiger Kaufkraft und verschärften Finanzierungsbedingungen trifft vor allem kleine Hotel- und Gastronomiebetriebe, die über keine ausreichenden Liquiditätsreserven verfügen. Das Baugewerbe hält mit 8,5 Insolvenzen pro 10.000 Unternehmen ebenfalls ein überdurchschnittlich hohes Niveau, was vor allem den Materialpreissteigerungen und den zurückgehenden Neubauvorhaben geschuldet ist.

Diese Entwicklung verdeutlicht, dass die wirtschaftliche Lage in vielen Branchen weiterhin angespannt bleibt. Die Kombination aus hohen Zinsen, steigenden Energiepreisen und anhaltenden Lieferkettenproblemen wirkt sich direkt auf die Liquidität und Zahlungsfähigkeit zahlreicher Unternehmen aus. Hinzu kommen steigende Personalkosten und erhöhte Anforderungen an Nachhaltigkeit und Digitalisierung, die insbesondere kleinere Betriebe zusätzlich belasten. Auch der strukturelle Wandel in bestimmten Wirtschaftszweigen, etwa durch den Übergang zur Elektromobilität oder den Rückgang traditioneller Einzelhandelsformen, spielt eine zunehmend wichtige Rolle.

Rechtliche Grundlagen und Handlungsspielräume

Das Insolvenzverfahren ist in der Insolvenzordnung geregelt und dient dazu, zahlungsunfähige oder überschuldete Unternehmen geordnet abzuwickeln oder zu sanieren. Zahlungsunfähigkeit liegt vor, wenn ein Unternehmen seine fälligen Verbindlichkeiten nicht mehr erfüllen kann. Überschuldung bedeutet, dass das Vermögen die bestehenden Verbindlichkeiten nicht mehr deckt, es sei denn, die Fortführung des Unternehmens ist überwiegend wahrscheinlich. Die frühzeitige Erkennung dieser Zustände ist entscheidend, um rechtzeitig Sanierungsmaßnahmen einzuleiten oder eine Insolvenz in Eigenverwaltung zu beantragen. Gerade für kleine und mittlere Unternehmen kann die frühzeitige Einschaltung steuerlicher und betriebswirtschaftlicher Beratung über den weiteren Fortgang des Unternehmens entscheiden.

Im Gegensatz zur Regelinsolvenz steht die Verbraucherinsolvenz, die vorrangig für natürliche Personen oder Einzelunternehmer relevant ist. Auch hier zeigt sich laut Statistik ein Anstieg um 7,6 Prozent. Für kleine Unternehmen oder Selbstständige, die persönliche Haftungsrisiken tragen, verdeutlicht sich damit die Bedeutung einer klaren Trennung zwischen privatem und betrieblichem Vermögen. Besonders wichtig wird in diesem Zusammenhang die ordnungsgemäße Buchführung, die korrekte Bewertung von Forderungen und Vorräten sowie ein transparentes Kostencontrolling. Ein solides Rechnungswesen bildet somit die Grundlage, um juristische Risiken im Zusammenhang mit einer eventuellen Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden.

Ausblick und Bedeutung für die Unternehmenspraxis

Das Statistische Bundesamt hat angekündigt, die Veröffentlichung vorläufiger Angaben zu den Regelinsolvenzen künftig einzustellen und nur noch endgültige Ergebnisse auf Basis der Meldungen der Amtsgerichte zu publizieren. Damit wird die Transparenz der Daten erhöht, jedoch entfällt gleichzeitig eine gewisse Frühindikationsfunktion, die bislang für erste wirtschaftliche Einschätzungen genutzt werden konnte. Unternehmen sollten sich daher nicht allein auf statistische Trends verlassen, sondern interne Frühwarnsysteme entwickeln, um wirtschaftliche Risiken besser zu steuern. Dazu zählen digitale Reporting-Tools, Liquiditätsprognosen und automatisierte Buchhaltungsprozesse, die in Echtzeit Auskunft über die Finanzlage geben.

Insgesamt ist die steigende Zahl der Unternehmensinsolvenzen ein ernstzunehmendes Signal, dass sich wirtschaftspolitische Herausforderungen sowie strukturelle Fehlentwicklungen in der Unternehmenskultur und Finanzierungspraxis bemerkbar machen. Besonders im Mittelstand, der das Rückgrat der deutschen Wirtschaft bildet, ist eine Kombination aus finanzieller Weitsicht, Prozessoptimierung und digitaler Effizienz notwendig, um Krisen künftig besser zu bewältigen. Unsere Kanzlei unterstützt kleine und mittelständische Unternehmen dabei, diese Herausforderungen mit moderner Buchhaltungsdigitalisierung und effizient gestalteten Abläufen zu meistern. Durch unsere Erfahrung in der Prozessoptimierung helfen wir, Kosten zu senken und die wirtschaftliche Resilienz langfristig zu stärken.

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