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Digitalisierung

Internationale Datentransfers rechtssicher gestalten für Unternehmen

Ein Artikel von der Intelligent Accounting Steuerberatungsgesellschaft Kassel

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Bedeutung internationaler Datentransfers für Unternehmen

Die globale Vernetzung moderner Wirtschaftstätigkeiten macht den Austausch personenbezogener Daten über Ländergrenzen hinweg unverzichtbar. Besonders kleine und mittelständische Unternehmen sowie Onlinehändler stehen täglich vor der Herausforderung, Kundendaten, Mitarbeiterinformationen oder Lieferantendaten auch außerhalb des europäischen Wirtschaftsraums zu verarbeiten. Cloud-Dienste, internationale Kommunikationsplattformen oder externe Supportanbieter bilden mittlerweile zentrale Elemente der Unternehmensinfrastruktur. Diese Strukturen lassen sich ohne den internationalen Datentransfer kaum aufrechterhalten, was die rechtliche Absicherung solcher Prozesse zu einem zentralen Risikofaktor im digitalen Geschäftsalltag macht.

Eine aktuelle Erhebung unter mehr als 600 Unternehmen zeigt deutlich, dass rund zwei Drittel bereits personenbezogene Daten in Drittländer übertragen. Die Gründe dafür liegen vor allem in der Nutzung globaler Cloud-Angebote, in der Kommunikation mit Geschäftspartnern oder in der Inanspruchnahme spezialisierter IT-Dienstleister. Insbesondere Cloud- und Supportlösungen aus den USA bleiben essenziell, auch wenn sie durch die Datenschutz-Grundverordnung hohe Anforderungen erfüllen müssen. Die wirtschaftliche Realität zeigt, dass ein vollständiger Verzicht auf diese Dienste hohe Mehrkosten und erhebliche Wettbewerbsnachteile zur Folge hätte.

Rechtliche Grundlagen und aktuelle Herausforderungen

Die zentrale rechtliche Grundlage für internationale Datentransfers bildet Artikel 44 der Datenschutz-Grundverordnung. Dieser sieht vor, dass personenbezogene Daten nur dann in Länder außerhalb der Europäischen Union übermittelt werden dürfen, wenn dort ein angemessenes Datenschutzniveau gewährleistet ist oder geeignete Garantien vorliegen. Solche Garantien können beispielsweise sogenannte Standardvertragsklauseln oder sogenannte Binding Corporate Rules sein, also unternehmensweite Datenschutzregelungen, die in Konzernen Anwendung finden. Daneben spielt das EU-US-Data-Privacy Framework eine wichtige Rolle, wenn Daten in die Vereinigten Staaten übermittelt werden.

Allerdings sind viele Unternehmen weiterhin unsicher, welche Regelung aktuell gilt und wie sie vertraglich korrekt anzuwenden ist. Nach dem Wegfall früherer Vereinbarungen wie des Privacy Shield hat sich die Komplexität deutlich erhöht. Während die Standardvertragsklauseln der Europäischen Kommission für die meisten Konstellationen ein belastbares Instrument darstellen, müssen Unternehmen zusätzlich prüfen, ob das Aufenthaltsland tatsächlich ein mit der EU vergleichbares Datenschutzniveau bietet. Diese Prüfung ist zwingend zu dokumentieren, da sie im Falle einer Datenschutzprüfung oder eines Bußgeldverfahrens nachgewiesen werden muss.

Praktische Handlungsoptionen für kleine und mittlere Unternehmen

Für kleinere Unternehmen und spezialisierte Dienstleister, etwa in der Pflegebranche, im Gesundheitswesen oder im Onlinehandel, stellt die Umsetzung datenschutzkonformer internationaler Transfers eine besondere Herausforderung dar. Die technische Infrastruktur wird häufig durch Standardsoftware bestimmt, deren Server sich teilweise im Ausland befinden. Deshalb empfiehlt es sich, sämtliche genutzten Anbieter zu identifizieren und deren Datenflüsse transparent zu dokumentieren. Ohne eine solche Übersicht lässt sich weder die rechtliche Bewertung durchführen noch eine belastbare Risikoanalyse erstellen. Die Nutzung von Standardvertragsklauseln erfordert in der Regel den Abschluss zusätzlicher Vereinbarungen, die genaue Angaben zu Art und Umfang der Datenverarbeitung enthalten. Unternehmen, die diese Verträge standardisiert hinterlegen und regelmäßig prüfen, schaffen hiermit eine wesentliche Grundlage für dauerhafte Rechtssicherheit.

Ein weiterer Aspekt betrifft die interne Organisation. Nur wenn Datenschutzprozesse in die allgemeinen Unternehmensabläufe integriert sind, können Verstöße wirksam vermieden werden. Das betrifft insbesondere Schulungen von Beschäftigten, klare Zuständigkeiten sowie regelmäßige Audits zur Überprüfung internationaler Datenflüsse. Der Aufbau eines zentralen Datenschutzmanagementsystems hilft, Verantwortlichkeiten zu strukturieren und auf künftige Änderungen im Datenschutzrecht flexibel zu reagieren. Gerade im Kontext der digitalen Transformation ist ein solches Vorgehen nicht nur juristisch geboten, sondern auch betriebswirtschaftlich sinnvoll, weil es Reputationsrisiken verringert und das Vertrauen von Kunden und Geschäftspartnern stärkt.

Zukunftsperspektiven und Fazit

Politik und Wirtschaft sind sich einig, dass der Bedarf an Rechtssicherheit für internationale Datenübertragungen dringender denn je ist. Drei Viertel aller Unternehmen fordern klare und belastbare Vorgaben, um ihre digitalen Geschäftsmodelle langfristig planen zu können. Bis entsprechende Vereinbarungen zwischen der Europäischen Union und wichtigen Wirtschaftspartnern etabliert sind, bleibt es entscheidend, die bestehenden Regelungen aktiv umzusetzen und kontinuierlich zu überwachen. Wer seine Prozesse frühzeitig an die rechtlichen Entwicklungen anpasst, verschafft sich nicht nur Rechtssicherheit, sondern auch einen handfesten Wettbewerbsvorteil.

Angesichts der zunehmenden Digitalisierung aller Geschäftsbereiche unterstützen wir als Kanzlei Unternehmen bei der rechtssicheren Gestaltung internationaler Datenströme. Unser Fokus liegt auf der Prozessoptimierung in der Buchhaltung und der Digitalisierung von Unternehmensabläufen. Durch unsere Erfahrung mit kleinen und mittelständischen Unternehmen helfen wir, effiziente, kostensparende und zugleich rechtlich einwandfreie Strukturen für den digitalen Geschäftsalltag zu schaffen.

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