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Wirtschaft

Importpreise 2025 und ihre Auswirkungen auf Unternehmen

Ein Artikel von der Intelligent Accounting Steuerberatungsgesellschaft Kassel

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Entwicklung der Importpreise im November 2025

Im November 2025 lagen die Importpreise laut Statistischem Bundesamt um 1,9 Prozent unter denen des Vorjahreszeitraums. Damit verzeichnete Deutschland den deutlichsten Preisrückgang im Außenhandel seit März 2024. Bereits in den Monaten zuvor hatten sich die Reduktionen abgezeichnet: Im Oktober 2025 betrug der Rückgang noch 1,4 Prozent, im September 1,0 Prozent. Gegenüber dem Oktober 2025 stiegen die Einfuhrpreise allerdings leicht um 0,5 Prozent. Diese Schwankungen spiegeln die Sensibilität der globalen Märkte wider und unterstreichen, wie stark internationale Preisbewegungen auf inländische Kostenstrukturen wirken können.

Die Energiepreise hatten den größten Einfluss auf diese Entwicklung. Mit einem Rückgang um durchschnittlich 15,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr wirkten sie als zentraler Kostendämpfer für die deutsche Importwirtschaft. Besonders deutlich fiel der Preisrückgang bei Rohöl (-21,7 Prozent), Steinkohle (-20,9 Prozent) und Erdgas (-15,6 Prozent) aus. Dennoch stiegen die Energiepreise im Vergleich zum Vormonat um 3,1 Prozent, was auf kurzfristige Angebotsanpassungen und volatilere Lieferketten im Energiesektor hinweist.

Branchenspezifische Auswirkungen und Preisdynamik

Für produzierende Unternehmen, insbesondere für kleine und mittlere Betriebe, die auf importierte Rohstoffe angewiesen sind, hatten diese Preisveränderungen unmittelbare betriebswirtschaftliche Folgen. Die deutlichen Rückgänge bei den Energie- und Rohstoffpreisen führten bei energieintensiven Branchen zu temporären Entlastungen der Produktionskosten. In der verarbeitenden Industrie, im Maschinenbau und in der chemischen Industrie konnten Inputkosten teilweise stabilisiert werden, was sich positiv auf Margen und Wettbewerbsfähigkeit auswirkte.

Allerdings zeigte sich der Trend nicht in allen Sektoren gleichförmig. Landwirtschaftliche Importgüter waren insgesamt 3,2 Prozent günstiger als im Vorjahr, blieben aber gegenüber dem Vormonat nahezu konstant. Besonders Kakao und Schweinefleisch verzeichneten deutliche Preisrückgänge, während Kaffee und Geflügel teurer wurden. Diese gegenläufige Entwicklung erschwert insbesondere für Händler und Lebensmittelproduzenten die Kalkulation. Investitionsgüter, also Maschinen und Ausrüstungen, verbilligten sich um 0,5 Prozent, während Vorleistungsgüter leicht teurer wurden. Konsumgüterpreise sanken im Jahresvergleich um 0,3 Prozent, zeigten jedoch keine signifikante Veränderung gegenüber Oktober 2025.

Exportpreise und internationale Wettbewerbsfähigkeit

Auf der Exportseite zeigte sich ein umgekehrtes, wenngleich moderateres Bild. Die Exportpreise stiegen im November 2025 gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,3 Prozent, was vor allem auf höhere Preise für Vorleistungs- und Investitionsgüter zurückzuführen war. Diese Güter sind zentrale Exportsegmente der deutschen Wirtschaft, insbesondere für mittelständische Industriebetriebe. Die Preisentwicklung deutet darauf hin, dass die Nachfrage nach hochwertigen deutschen Erzeugnissen trotz globaler Unsicherheiten robust blieb.

Gleichzeitig waren Energieexporte um 6,2 Prozent preiswerter als im Vorjahr, während landwirtschaftliche Güter im Ausland zu 2,3 Prozent niedrigeren Preisen gehandelt wurden. Für exportorientierte Unternehmen ergeben sich daraus zwar gewisse Drucksituationen, doch die Stabilität in anderen Warengruppen sorgt insgesamt für ein positives Gleichgewicht. In einem breit gefächerten Marktumfeld bedeutet dies für produzierende Betriebe, dass Preisstrategien flexibler gestaltet und Margen in Exportsegmenten mit höherer Nachfrage gezielt gestärkt werden sollten.

Bedeutung für Unternehmenspraxis und wirtschaftliche Planung

Die Außenhandelspreisindizes – also Kennzahlen zur Erfassung der Preisentwicklung von Importen und Exporten ohne Berücksichtigung von Steuern und Zöllen – sind für viele Unternehmen ein wesentlicher Frühindikator zur Kosten- und Budgetplanung. Kleinere Betriebe, die häufig über begrenzte Liquiditätsreserven verfügen, profitieren von gesunkenen Importpreisen direkt durch niedrigere Beschaffungsausgaben. Mittelständische Unternehmen können zudem durch ein aktives Preismanagement und frühzeitige Vertragsgestaltung ihre Einkaufskonditionen langfristig absichern und so die eigene Kostenstruktur stabilisieren.

Darüber hinaus liefert der aktuelle Preisrückgang Hinweise auf eine vorübergehende Entspannung der Inflation im Bereich der Gütereinfuhren. Dies könnte für Handel, Pflegeeinrichtungen oder Krankenhäuser, die in hohem Maße importierte Verbrauchsgüter beziehen, eine leichte Entlastung bedeuten. Gleichzeitig bleibt die Entwicklung volatil, da Energiepreise weiterhin stark schwanken. Eine nachhaltige Planungssicherheit wird daher erst möglich, wenn sich die geopolitischen und logistischen Rahmenbedingungen konsolidieren.

Für die Praxis empfiehlt es sich, regelmäßig die veröffentlichten Indizes des Statistischen Bundesamtes zu beobachten und diese in die betriebsinterne Preis- und Einkaufsplanung zu integrieren. Eine enge Abstimmung zwischen Geschäftsführung, Finanzabteilung und Steuerberatung ermöglicht es, Kostenbewegungen frühzeitig zu erkennen und steuerlich wie betriebswirtschaftlich optimal darauf zu reagieren. Gerade in Zeiten multipler Preisfaktoren – von Energie über Logistik bis zu Rohstoffen – ist Transparenz entscheidend für eine belastbare Unternehmenssteuerung.

Abschließend lässt sich feststellen, dass die jüngste Entwicklung der Außenhandelspreise zwar eine gewisse Entspannung signalisiert, die Stabilität jedoch fragil bleibt. Unternehmen jeder Größe sind gut beraten, ihre Beschaffungs- und Preiskalkulationen flexibel zu gestalten und digitale Prozesse zur Überwachung von Kostenentwicklungen zu implementieren. Unsere Kanzlei begleitet kleine und mittelständische Unternehmen bei der digitalen Transformation ihrer Buchhaltungs- und Controllingprozesse. Durch gezielte Prozessoptimierungen ermöglichen wir nicht nur Effizienzsteigerungen, sondern auch spürbare Kosteneinsparungen und eine zukunftssichere Unternehmenssteuerung.

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