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Digitalisierung

IMK-Konjunkturindikator 2026: Rezessionsrisiko sinkt spürbar

Ein Artikel von der Intelligent Accounting Steuerberatungsgesellschaft Kassel

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IMK-Konjunkturindikator: Was die neuen Werte für Unternehmen bedeuten

Die kurzfristigen Aussichten für die deutsche Wirtschaft haben sich zuletzt spürbar verbessert. Ein zentrales Signal dafür liefert der monatliche Konjunkturindikator des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung der Hans-Böckler-Stiftung, der die neuesten verfügbaren Daten zu wichtigen wirtschaftlichen Kenngrößen zusammenführt und daraus unter anderem eine Rezessionswahrscheinlichkeit für die kommenden Monate ableitet. Für den Zeitraum von Februar bis Ende April 2026 wird eine Rezessionswahrscheinlichkeit von 20,3 Prozent ausgewiesen, nachdem sie Anfang Januar für die jeweils folgenden drei Monate noch bei 28,0 Prozent lag. Für Unternehmenslenkung und Finanzierungsentscheidungen ist das insofern relevant, als solche Indikatoren nicht nur Stimmungsbilder abbilden, sondern Daten aus Realwirtschaft, Finanzmärkten und Umfragen in einer konsistenten Systematik bündeln und so das Risiko einer kurzfristigen Schrumpfungsphase quantifizieren.

In der Praxis sollten Unternehmerinnen und Unternehmer diese Werte weder als Entwarnung noch als Alarm verstehen, sondern als Grundlage für eine nüchterne Szenarioplanung. Eine Rezessionswahrscheinlichkeit von rund einem Fünftel bedeutet, dass Risiken weiterhin real sind, sich das Chance-Risiko-Verhältnis aber im Vergleich zu den Vorwochen verbessert hat. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen, die häufig stärker von Auftragsschwankungen, Finanzierungskonditionen und Zahlungszielen abhängen, können daraus ableiten, ob sie in den nächsten Quartalen eher auf Stabilisierung oder auf behutsame Expansion ausrichten. Für Steuerberatende und Finanzinstitutionen sind die Daten zudem ein sinnvoller Kontext, um Liquiditätsplanungen, Covenant-Checks, Working-Capital-Maßnahmen und Investitionszeitpunkte mit Mandanten beziehungsweise Kreditnehmenden belastbarer zu besprechen.

Wichtig ist dabei die Einordnung, dass es sich um einen kurzfristigen Indikator handelt. Er ersetzt keine Unternehmensplanung, kann aber helfen, die externe Lage in den Blick zu nehmen, bevor sich Veränderungen in den eigenen Kennzahlen niederschlagen. Besonders wertvoll ist die monatliche Aktualisierung, weil sie frühe Signale, etwa aus den Auftragseingängen der Industrie, schneller sichtbar macht als viele klassische Jahresprognosen.

Treiber der Entwicklung: Reale Aufträge, Produktion und Unsicherheit

Als wesentlicher Grund für den Rückgang der Rezessionswahrscheinlichkeit werden verbesserte Daten aus der Realwirtschaft genannt, insbesondere ein zuletzt starker Anstieg der inländischen Aufträge für die Industrie. Für viele Zulieferer, Dienstleister und auch Handelsunternehmen ist das ein Hinweis darauf, dass sich Nachfrageimpulse über Wertschöpfungsketten hinweg wieder verstärken könnten. Gleichzeitig wird betont, dass sich eine Trendwende, die sich in den Auftragsdaten andeutet, noch nicht in der Produktion des Produzierenden Gewerbes manifestiert hat. Auf Monatsbasis ging diese im Dezember zurück. Genau diese Differenz zwischen Auftragseingang und tatsächlicher Produktion ist für die Praxis entscheidend, weil sie über Vorlaufzeiten informiert: Auftragseingänge können ein Frühindikator sein, aber Kapazitätsauslastung, Lieferketten, Personalverfügbarkeit oder Investitionszurückhaltung können dafür sorgen, dass der Effekt verzögert oder gedämpft in der Produktion ankommt.

Darüber hinaus wird darauf hingewiesen, dass der Rückgang des Rezessionsrisikos durch stagnative oder leicht negative Entwicklungen bei Stimmungs- und Finanzmarktindikatoren begrenzt wurde. Solche Indikatoren wirken in der Unternehmenspraxis oft indirekt, etwa über Kreditkonditionen, Risikoprämien und die allgemeine Investitionsneigung. Besonders interessant ist in diesem Zusammenhang die gestiegene statistische Streuung des Indikators. Streuung ist vereinfacht gesagt ein Maß dafür, wie stark einzelne Teilindikatoren auseinanderlaufen und damit, wie unsicher und uneinheitlich das Gesamtbild ist. Wenn diese Streuung steigt, kann sich das in einer höheren Verunsicherung der Wirtschaftsakteure widerspiegeln. Das ist für Unternehmen relevant, weil Unsicherheit häufig zu verzögerten Entscheidungen führt, etwa beim Aufbau von Lagerbeständen, beim Einstellen von Personal oder bei größeren Digitalisierungs- und Transformationsprojekten.

Der Indikator arbeitet mit einem Ampelsystem und verharrt wie in den Vormonaten bei „gelb-grün“, was für moderates Wachstum spricht. Für die Steuerungsrealität bedeutet das: Weder ein klarer Boom noch eine akute Rezession, sondern ein Umfeld, in dem robuste Prozesse und schnelle Anpassungsfähigkeit besonders wertvoll sind. Gerade bei Unternehmen mit niedrigen Margen, etwa im Großhandel, im E-Commerce mit hoher Retourenquote oder im Gesundheitswesen mit engen Budgets, kann schon ein moderates Wachstum bei gleichzeitig hoher Unsicherheit eine anspruchsvolle Kombination sein.

Planung und Finanzierung: So nutzen Mittelstand und Banken das Signal

Unter dem Strich wird der konjunkturelle Trend als positiv beschrieben, allerdings unter der Voraussetzung, dass er nicht durch vermeidbare negative Signale aus der Politik belastet wird. In der aktuellen Prognose wird ein Wirtschaftswachstum von 1,2 Prozent für 2026 als nicht zu hoch gegriffen eingeordnet; grundsätzlich sei sogar noch etwas mehr möglich. Diese Aussage ist für die Unternehmenspraxis keine Aufforderung zu aggressiver Expansion, aber ein Argument dafür, strategische Projekte nicht pauschal zu verschieben. Wer Investitionen in Automatisierung, Modernisierung oder Markterschließung grundsätzlich nur in „perfekten“ Konjunkturphasen plant, verliert häufig Zeit und Wettbewerbsfähigkeit. Gleichzeitig bleibt bei einer Rezessionswahrscheinlichkeit von 20,3 Prozent die Pflicht, Stressszenarien im Blick zu behalten.

Besonders hervorgehoben werden für das Jahresbild die zunehmenden Wirkungen des Sondervermögens Infrastruktur und Klimaschutz sowie steigende Verteidigungsausgaben. Für Unternehmen können daraus mittelbar Chancen entstehen, beispielsweise über öffentliche und private Folgeinvestitionen, über erhöhte Nachfrage nach Bau-, Technologie-, Energie- oder Sicherheitsleistungen oder über Infrastrukturverbesserungen, die Logistik und Standortentscheidungen beeinflussen. Für stark spezialisierte Unternehmen, etwa aus dem Bereich Gebäudetechnik, IT-Security oder Ingenieurleistungen, kann das mittelfristig zusätzliche Nachfrageimpulse bedeuten, die jedoch in der Kapazitäts- und Preisplanung abgebildet werden sollten.

Gleichzeitig wird betont, dass viel davon abhängt, ob auch der Privatkonsum ordentliche Impulse liefert. Voraussetzung sei neben einer soliden Kaufkraftentwicklung, dass Verbraucherinnen und Verbraucher nicht immer wieder verunsichert werden. Für konsumnahe Branchen wie Einzelhandel, Gastronomie, Onlinehandel oder verbrauchernahe Dienstleistungen ist diese Perspektive zentral: Selbst bei stabilen Einkommen kann hohe Unsicherheit zu Kaufzurückhaltung führen, was wiederum die Planung von Marketingbudgets, Lagerbeständen und Personal erschwert. Für Banken und andere Finanzinstitutionen ist das ein Hinweis, bei der Bonitätsbeurteilung und der Branchenallokation weiterhin differenziert vorzugehen und nicht nur auf aggregierte Wachstumszahlen zu schauen, sondern auch auf Indikatoren zur Unsicherheit und auf Auftragspipelines.

Aus Sicht der Steuerberatung ergibt sich daraus ein klarer Beratungsauftrag: In einer „gelb-grünen“ Lage sind Liquidität und Planbarkeit die entscheidenden Stabilitätsfaktoren. Wer seine Zahlungsströme eng steuert, Forderungslaufzeiten verkürzt, Verbindlichkeiten sauber terminiert und Investitionen mit realistischen Vorlauf- und Ramp-up-Phasen kalkuliert, kann Chancen nutzen, ohne die Risikotragfähigkeit zu überreizen. In diesem Kontext gewinnen rollierende Forecasts, also regelmäßig fortgeschriebene Planungen über einen festen Horizont, an Bedeutung, weil sie schneller auf neue Daten reagieren als eine einmal jährlich erstellte Planung.

Fazit: Rezessionsrisiko sinkt, Prozessqualität wird zum Wettbewerbsvorteil

Die neuen Werte deuten auf eine Verbesserung der kurzfristigen Lage hin: Die Rezessionswahrscheinlichkeit für Februar bis Ende April 2026 liegt bei 20,3 Prozent und damit deutlich unter dem Stand von Anfang Januar. Gleichzeitig zeigt die gestiegene Streuung, dass das Umfeld nicht frei von Unsicherheit ist und dass sich positive Auftragssignale noch nicht vollständig in realer Produktion niedergeschlagen haben. Für kleine und mittelständische Unternehmen ergibt sich daraus eine pragmatische Konsequenz: Investitions- und Wachstumsentscheidungen können wieder offensiver geprüft werden, sollten aber konsequent mit Liquiditätsreserven, belastbaren Szenarien und kurzen Steuerungszyklen abgesichert werden. Wer jetzt Transparenz über Aufträge, Kosten, Margen und Zahlungsströme schafft, kann sowohl die Chancen eines moderaten Wachstums nutzen als auch bei einer erneuten Eintrübung schnell reagieren.

Genau hier setzen wir in unserer Kanzlei an: Wir begleiten kleine und mittelständische Unternehmen bei der Digitalisierung der Buchhaltung und der Prozessoptimierung, damit Zahlen schneller verfügbar werden, Entscheidungen auf einer besseren Datenbasis getroffen werden können und dadurch erhebliche Kostenersparnisse im kaufmännischen Bereich realisiert werden.

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