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Wirtschaft

Gründungsbereitschaft fördern: Chancen für Menschen mit Einwanderungsgeschichte

Ein Artikel von der Intelligent Accounting Steuerberatungsgesellschaft Kassel

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Gesellschaftliche Wahrnehmung als unterschätzte Hürde für Gründerinnen und Gründer

Die Entscheidung, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen, hängt in Deutschland nicht nur von wirtschaftlichen oder finanziellen Faktoren ab, sondern auch stark vom gesellschaftlichen Ansehen des Unternehmertums. Eine aktuelle Analyse zeigt, dass Personen mit Einwanderungsgeschichte häufiger als andere die Erfahrung machen, dass Selbstständigkeit in der öffentlichen Wahrnehmung weniger prestigeträchtig erscheint als eine feste Anstellung. Diese Einschätzung kann eine spürbare Hemmschwelle darstellen und wirkt sich messbar auf die tatsächliche Gründungsaktivität aus.

Unter dem Begriff Einwanderungsgeschichte werden jene Menschen verstanden, die entweder selbst oder deren Eltern seit der Mitte des 20. Jahrhunderts nach Deutschland eingewandert sind. Gerade in dieser Bevölkerungsgruppe ist der Wunsch nach unternehmerischer Selbstverwirklichung überdurchschnittlich hoch. Dennoch führt das empfundene geringere gesellschaftliche Ansehen der Selbstständigkeit dazu, dass viele potenzielle Gründerinnen und Gründer ihren Plan zurückstellen oder ganz verwerfen. Während rund 44 Prozent der Menschen mit Einwanderungshintergrund grundsätzlich eine Selbstständigkeit anstreben, liegt dieser Anteil in der Gesamtbevölkerung bei etwa 30 Prozent – ein deutliches Signal für ungenutztes wirtschaftliches Potenzial.

Gründungsinteresse und tatsächliche Umsetzung: Eine Diskrepanz mit Folgen

Die Studienlage verdeutlicht, dass die Gründungsbereitschaft innerhalb migrantischer Bevölkerungsgruppen hoch, aber das tatsächliche Gründungsgeschehen im Vergleich dazu deutlich geringer ist. Rund 30 Prozent der jüngsten Gründerinnen und Gründer in Deutschland hatten eine Einwanderungsgeschichte, was nur leicht über dem Bevölkerungsanteil von 27 Prozent liegt. Diese nahezu proportionale Verteilung zeigt, dass das vorhandene Potenzial bisher nicht vollständig ausgeschöpft wird. Für die Wirtschaftsstruktur des Landes und insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen stellt das eine zentrale Herausforderung dar, denn Gründungen mit vielfältigen kulturellen Hintergründen können Innovationsimpulse, neue Netzwerke und internationale Geschäftskontakte fördern.

Wesentliche Hemmnisse bestehen nicht nur in subjektiven Wahrnehmungen, sondern auch in strukturellen Rahmenbedingungen. Neben der gesellschaftlichen Wertschätzung sind insbesondere die Komplexität der Bürokratie, die finanziellen Risiken und die Unsicherheiten bei der Unternehmensfinanzierung zentrale Barrieren, die Gründungen erschweren. Dennoch bleibt das soziale Ansehen eine besondere Hürde, die tiefer in kulturellen und institutionellen Mechanismen verankert ist und daher schwerer zu überwinden scheint.

Ansatzpunkte für Politik, Bildung und Wirtschaft

Eine wirksame Förderung von Gründungen setzt eine Kombination aus struktureller Unterstützung und kulturellem Wandel voraus. Auf politischer Ebene können gezielte Informations- und Unterstützungsmaßnahmen, etwa in Form von niedrigschwelligen Beratungszentren oder digital zugänglichen Förderplattformen, den Zugang zu Gründungskapital und fachlicher Begleitung verbessern. Besonders Menschen mit Einwanderungsgeschichte profitieren von Angeboten, die sprachliche und kulturelle Barrieren adressieren und zugleich unternehmerische Kompetenzen systematisch fördern.

Ein weiterer zentraler Hebel liegt in der Bildungspolitik. Wenn Unternehmertum als gleichwertige Option zu abhängiger Beschäftigung vermittelt wird, kann frühzeitig ein realistischeres und positiveres Bild von Selbstständigkeit entstehen. Schulen, Hochschulen und Kammern können durch praxisorientierte Programme, Mentoring und Beispiele erfolgreicher Gründungen mit Einwanderungsgeschichte das Vertrauen in die eigene Unternehmertätigkeit stärken. So wird der Weg von der Idee zur Umsetzung verkürzt, was langfristig zu einer dynamischeren Gründungskultur in Deutschland beitragen kann.

Praxisrelevanz für kleine und mittlere Unternehmen

Auch etablierte Unternehmen können einen wichtigen Beitrag leisten, indem sie Kooperationen mit Gründerinnen und Gründern aus diversen Hintergründen eingehen, beispielsweise in Form von Lieferantenbeziehungen, Innovationspartnerschaften oder gemeinsamen Digitalisierungsprojekten. Gerade Mittelständler, die im zunehmenden Wettbewerb um Arbeitskräfte und Ideen stehen, können hierdurch neue Perspektiven und Marktzugänge erschließen. Für Onlinehändler oder Dienstleistungsbetriebe spielt Vielfalt insbesondere im Markenaufbau und in der Kundenkommunikation eine strategische Rolle, die wiederum auf gesellschaftliche Akzeptanz und wirtschaftlichen Erfolg zurückwirkt.

Fazit: Vielfalt als Wachstumstreiber im deutschen Mittelstand

Die aktuelle Diskussion zeigt, dass Selbstständigkeit und Unternehmertum in Deutschland noch stärker als gleichwertige Karriereoption etabliert werden sollten. Gerade Menschen mit Einwanderungsgeschichte verfügen über überdurchschnittliche Motivation, Unternehmertum als Chance zu verstehen, stoßen aber gleichzeitig auf gesellschaftliche und strukturelle Hürden. Eine nachhaltige Förderung von Gründungsbereitschaft erfordert daher ein differenziertes Konzept, das ökonomische, rechtliche und kulturelle Faktoren gleichermaßen berücksichtigt. Für kleine und mittlere Unternehmen bieten sich daraus erhebliche Chancen, da sie durch Kooperationen und gezielte Integration unternehmerisch denkender Fachkräfte von neuen Impulsen profitieren können. Unsere Kanzlei begleitet seit Jahren mittelständische und kleinere Unternehmen bei der Digitalisierung und der Optimierung buchhalterischer Prozesse. Durch effiziente Strukturen ermöglichen wir Kostenersparnisse und schaffen Transparenz, die insbesondere in Wachstumsphasen und bei unternehmerischen Neuausrichtungen einen entscheidenden Vorteil bietet.

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