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Wirtschaft

Erzeugerpreise für Dienstleistungen 2025: Auswirkungen auf Unternehmen

Ein Artikel von der Intelligent Accounting Steuerberatungsgesellschaft Kassel

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Preisentwicklungen im Dienstleistungssektor

Die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen eine spürbare Verteuerung im Dienstleistungssektor. Im dritten Quartal 2025 lagen die Erzeugerpreise für Dienstleistungen insgesamt 1,9 Prozent über dem Niveau des Vorjahresquartals und 0,5 Prozent über dem des zweiten Quartals 2025. Diese Entwicklung ist Ausdruck eines anhaltenden Kostendrucks, der sich durch gestiegene Löhne, höhere Energiepreise und wachsende Materialkosten bemerkbar macht. Sowohl kleine als auch mittelständische Unternehmen sehen sich damit vor neue Herausforderungen gestellt, insbesondere in Bereichen mit hoher Personalintensität oder starkem Energieverbrauch.

Der Begriff Erzeugerpreis beschreibt dabei das Entgelt, das Dienstleistungsunternehmen vom Abnehmer ihrer Leistung erhalten. Änderungen dieser Preise gelten als Frühindikator für inflatorische Tendenzen und beeinflussen die Preisgestaltung in nachgelagerten Wirtschaftsstufen. Für Unternehmen ergibt sich daraus nicht nur eine Kostenbetrachtung, sondern auch die Notwendigkeit, Vertrags- und Preisstrukturen regelmäßig an die Marktentwicklung anzupassen.

Branchenspezifische Differenzen und Ursachen

Die Analyse nach Wirtschaftsabschnitten zeigt erhebliche Unterschiede je nach Branche. Besonders im Verkehrs- und Lagerwesen waren Preissteigerungen von durchschnittlich 0,3 Prozent zu verzeichnen. Innerhalb dieses Segments stiegen die Preise für Post-, Kurier- und Expressdienste mit 5,7 Prozent deutlich an. Die Ursachen liegen in gestiegenen Energiekosten infolge der fortgeschriebenen CO2-Abgabe sowie steigenden Lohnkosten. Auch die Lagerlogistik verzeichnete mit 3,0 Prozent Zuwachs eine merkliche Teuerung, die auf gestiegene Betriebsausgaben und den erheblichen Energiebedarf in diesem Bereich zurückzuführen ist. Demgegenüber weist die Seeschifffahrt einen drastischen Rückgang von 19,4 Prozent auf, da hier Überkapazitäten und reduzierte Nachfrage auf internationalen Routen zu Preisanpassungen führten. Für Logistikunternehmen und Speditionen bedeutet dies eine differenzierte Kalkulationsbasis, die laufend überprüft werden sollte.

Im Bereich Information und Kommunikation stiegen die Preise um 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Besonders betroffen sind Softwarelizenzen und IT-Dienstleistungen, die um 2,2 beziehungsweise 1,8 Prozent teurer wurden. Diese Entwicklung spiegelt die wachsende Bedeutung digitaler Lösungen wider, die zugleich mit höheren Gemeinkosten für qualifiziertes Personal und Energie einhergehen. Unternehmen, die vermehrt auf Digitalisierung setzen, müssen daher ihre Investitions- und Serviceverträge strategisch planen, um Kosteneffizienz und Wettbewerbsfähigkeit zu wahren.

Dienstleistungsbereiche mit hohen Anpassungen

Im Grundstücks- und Wohnungswesen stiegen die Preise um 2,0 Prozent, wobei Vermittlungs- und Verwaltungsleistungen überdurchschnittlich stark betroffen waren. Diese Entwicklung ist auch auf vertragliche Kopplungen an Preisindizes und gestiegene Kosten bei der Gebäudeverwaltung zurückzuführen. Für Unternehmen, die Gewerbeimmobilien nutzen oder vermieten, wirken sich diese Anpassungen direkt auf die betriebliche Kostenstruktur aus. Eine genaue Beobachtung dieser Indexentwicklungen ist insbesondere für mittelständische Betriebe empfehlenswert, um Miet- und Verwaltungskosten langfristig realistisch kalkulieren zu können.

Eine besonders starke Preissteigerung zeigte der Bereich freiberuflicher, wissenschaftlicher und technischer Dienstleistungen mit durchschnittlich 2,8 Prozent. Steuerberatungsleistungen verteuerten sich sogar um 6,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Hier ist vor allem die Einführung neuer Vergütungsordnungen im steuerberatenden und rechtsberatenden Bereich ursächlich, ergänzt durch allgemeine Kostensteigerungen in Verwaltung, Personal und Energie. Kleine Unternehmen und Freiberufler sollten diese Entwicklung bei der Planung externer Dienstleistungen berücksichtigen und prüfen, inwieweit interne Prozesse digitalisiert oder ausgelagert optimiert werden können.

Auch technologische Prüfdienstleistungen, wie sie insbesondere in der Fahrzeugüberwachung oder im Bereich industrieller Qualitätssicherung anfallen, verzeichneten mit 3,2 Prozent ein spürbares Plus. Für Produktions- und Logistikbetriebe ist dies relevant, da regelmäßig anfallende Prüfleistungen eine fortlaufende Kostenkomponente darstellen.

Konsequenzen für Praxis und Unternehmenssteuerung

Für den Unternehmensalltag resultieren aus der aktuellen Preisentwicklung mehrere praxisrelevante Konsequenzen. Erstens erfordert die fortschreitende Teuerung eine dynamische Kosten- und Preiskalkulation. Unternehmen in Dienstleistungsbranchen, aber auch produzierende Mittelständler mit hohem Fremdleistungsanteil sollten ihre Preisbildung regelmäßig prüfen und anpassen. Zweitens gewinnt die Verknüpfung von Effizienzmaßnahmen und Digitalisierung weiter an Bedeutung. Durch automatisierte Buchführung, intelligente Energieverwaltung und moderne Personaleinsatzplanung können erhebliche Kostenvorteile erzielt werden. Drittens sollten langfristige Verträge, insbesondere im Immobilien- und Logistiksektor, im Hinblick auf Preisgleitklauseln oder Indexbindungen geprüft werden, um unerwartete Belastungen zu vermeiden.

Die Zahlen zeigen zudem, dass hohe Lohnabschlüsse und steigende Energiekosten als strukturelle Faktoren bestehen bleiben werden. Eine nachhaltige Unternehmensstrategie sollte daher Effizienzpotenziale durch prozessuale Digitalisierung gezielt ausschöpfen. Auch im Rahmen steuerlicher Planung gewinnt dieser Aspekt an Relevanz, da viele Investitionen in digitale Prozesse förderfähig sind und steuerliche Vorteile bieten können.

Unternehmen, die frühzeitig auf digitale Strukturen setzen und interne Abläufe datenbasiert optimieren, sind in der Lage, steigenden Erzeugerpreisen resilienter zu begegnen. Unsere Kanzlei unterstützt kleine und mittelständische Betriebe bei der digitalen Prozessgestaltung und der strategischen Optimierung ihrer Buchhaltungsprozesse. Wir legen besonderen Wert darauf, durch klare Strukturen und moderne Tools erhebliche Kosteneinsparungen zu realisieren und so die Wettbewerbsfähigkeit unserer Mandanten nachhaltig zu sichern.

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