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Digitalisierung

Digitalisierung im Mittelstand steigert Produktivität nachhaltig

Ein Artikel von der Intelligent Accounting Steuerberatungsgesellschaft Kassel

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Digitalisierung im Mittelstand als Produktivitätstreiber

Die wirtschaftliche Bedeutung der Digitalisierung wird für Unternehmen immer greifbarer. Aktuelle Auswertungen von ZEW Mannheim und KfW Research zeigen einen klaren Zusammenhang zwischen dem digitalen Reifegrad eines Unternehmens und seiner Produktivität. Produktivität beschreibt dabei vereinfacht das Verhältnis zwischen eingesetzten Ressourcen und erzielter Leistung. Je besser digitale Technologien, digitale Prozesse und digitale Kompetenzen im Unternehmen verankert sind, desto eher lassen sich Arbeitsabläufe beschleunigen, Fehlerquoten senken und vorhandene Kapazitäten effizienter nutzen.

Besonders relevant ist diese Erkenntnis für kleine und mittlere Unternehmen, weil gerade dort Investitionsentscheidungen häufig unter hohem Kosten und Zeitdruck getroffen werden. Die Studie macht deutlich, dass Digitalisierungsmaßnahmen nicht nur ein Modernisierungsthema sind, sondern einen messbaren wirtschaftlichen Nutzen entfalten können. Interessant ist dabei vor allem, dass der Zusammenhang mit zunehmendem Digitalisierungsgrad stärker wird. Unternehmen, die bereits über einen soliden digitalen Grundstock verfügen, profitieren von zusätzlichen Investitionen überdurchschnittlich stark. Digitalisierung wirkt damit nicht nur punktuell, sondern kumulativ.

Für die Praxis bedeutet das, dass einzelne Softwareanschaffungen oder isolierte IT Projekte oft noch nicht ausreichen, um den vollen Nutzen zu heben. Entscheidend ist vielmehr, ob ein Unternehmen digitale Werkzeuge systematisch in seine Wertschöpfung integriert. Dazu gehören Investitionen in die Erneuerung der IT Struktur, in digitale Kunden und Lieferantenbeziehungen, in die Digitalisierung von Produkten und in die Neugestaltung von Arbeitsabläufen. Gerade im Mittelstand, im Onlinehandel, in Dienstleistungsunternehmen oder in spezialisierten Branchen mit hohem Dokumentationsaufwand kann dieser ganzheitliche Ansatz erhebliche Effizienzreserven freisetzen.

Digitales Kapital verstehen und gezielt aufbauen

Im Mittelpunkt der Untersuchung steht das sogenannte digitale Kapital. Gemeint ist damit der Bestand an investierten digitalen Ressourcen, der sich aus wiederkehrenden Ausgaben für Digitalisierungsvorhaben aufbaut. Dazu zählen nicht nur Hardware und Software, sondern auch projektbezogene Maßnahmen zur Prozessdigitalisierung und zur organisatorischen Weiterentwicklung. Wirtschaftlich betrachtet handelt es sich um einen Kapitalstock, der Nutzen über mehrere Jahre stiften soll, aber zugleich einer vergleichsweise hohen Abschreibung unterliegt. Abschreibung bedeutet hier den Wertverzehr eines Vermögensgegenstands über die Nutzungsdauer. Bei digitalem Kapital tritt dieser Wertverzehr oft schneller ein als bei klassischen Investitionsgütern, weil Technologien, Systeme und Anforderungen sich zügig verändern.

Genau darin liegt eine zentrale Herausforderung für kleine Unternehmen. Wer nur unregelmäßig und mit sehr geringen Beträgen investiert, baut keinen tragfähigen digitalen Bestand auf. Die Studie zeigt, dass gerade bei Unternehmen mit niedrigen Digitalisierungsausgaben der aufgebaute Bestand in den Folgejahren schnell wieder abschmilzt. Während die digital am stärksten ausgestatteten 25 Prozent der mittelständischen Unternehmen über einen durchschnittlichen Bestand an digitalem Kapital von 156.600 Euro verfügen, liegen die unteren 50 Prozent im Durchschnitt bei unter 50 Euro. Diese Spreizung macht deutlich, wie ungleich die Voraussetzungen im deutschen Mittelstand verteilt sind.

Für Unternehmerinnen und Unternehmer ist deshalb weniger die Frage entscheidend, ob digitalisiert werden soll, sondern wie kontinuierlich und strategisch investiert wird. Wer digitale Lösungen nur situativ einführt, etwa zur kurzfristigen Entlastung im Tagesgeschäft, erreicht oft keine nachhaltige Produktivitätswirkung. Erst wenn digitale Anwendungen miteinander verbunden werden und Mitarbeitende diese sicher beherrschen, entsteht ein belastbarer Produktivitätseffekt. Das betrifft die digitale Buchhaltung ebenso wie automatisierte Rechnungsprozesse, die revisionssichere Dokumentenablage oder standardisierte Freigabe und Zahlungsabläufe.

Studienergebnisse zur Produktivität und ihre Bedeutung für Unternehmen

Die zugrunde liegende Analyse basiert auf Daten des KfW Mittelstandspanels für die Jahre 2017 bis 2022. Erfasst wurden Unternehmen mit einem Jahresumsatz von bis zu 500 Millionen Euro. Danach ist eine Erhöhung des digitalen Kapitalstocks um zehn Prozent durchschnittlich mit einer um 0,159 Prozent höheren Produktivität verbunden. Noch deutlicher fällt der Effekt bei Unternehmen aus, die bereits zu Beginn einen hohen Digitalisierungsgrad aufweisen. In dieser Gruppe geht eine Steigerung des digitalen Kapitals um zehn Prozent sogar mit einer um 0,808 Prozent höheren Produktivität einher.

Diese Zahlen sind in ihrer wirtschaftlichen Aussagekraft bemerkenswert. Sie zeigen, dass Digitalisierung keine abstrakte Zukunftsinvestition ist, sondern konkret zur Wettbewerbsfähigkeit beiträgt. Zudem verbessert ein höherer Digitalisierungsgrad die Chancen, zu den produktivsten Unternehmen der eigenen Branche aufzuschließen. Das ist insbesondere für mittelständische Unternehmen relevant, die sich in Märkten mit hohem Preis und Innovationsdruck behaupten müssen. Auch für Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser oder andere stark regulierte Unternehmen kann Digitalisierung erhebliche Wirkungen entfalten, wenn Dokumentation, Abrechnung, Personalplanung und Kommunikationswege digital verzahnt werden.

Gleichzeitig ist zu beobachten, dass die Digitalisierungsaktivitäten im Mittelstand zuletzt rückläufig waren. Der Anteil der Unternehmen mit abgeschlossenen Digitalisierungsvorhaben sank zwischen den Vergleichszeiträumen 2021 bis 2023 und 2022 bis 2024 um fünf Prozentpunkte auf 30 Prozent. Auch das Investitionsvolumen ging zurück und belief sich insgesamt auf 23,8 Milliarden Euro. Preisbereinigt ist der Rückgang noch deutlicher. Diese Entwicklung dürfte mit der angespannten konjunkturellen Lage und der dadurch gebremsten Investitionsbereitschaft zusammenhängen. Langfristig betrachtet bleibt jedoch festzuhalten, dass die Digitalisierungsaktivitäten höher liegen als noch vor knapp zehn Jahren.

Problematisch ist, dass sich die Investitionen weiterhin stark auf größere und bereits fortgeschrittene Unternehmen konzentrieren. Bei großen Mittelständlern mit mehr als 50 Beschäftigten ist der Anteil abgeschlossener Digitalisierungsvorhaben mehr als doppelt so hoch wie bei Unternehmen mit weniger als fünf Mitarbeitenden. Gerade kleine Unternehmen laufen damit Gefahr, den Anschluss zu verlieren, obwohl sie von standardisierten und digital unterstützten Prozessen besonders stark profitieren könnten.

Digitalisierung erfolgreich umsetzen und Förderchancen nutzen

Für die betriebliche Praxis folgt daraus vor allem eines: Digitalisierung sollte nicht als einmaliges Projekt verstanden werden, sondern als laufender Transformationsprozess. Ein tragfähiger Einstieg gelingt häufig dort, wo Prozesse mit hohem Wiederholungsgrad digitalisiert werden. Dazu zählen Belegmanagement, Rechnungswesen, Zahlungsfreigaben, Personalprozesse, Lager und Bestellabläufe oder die digitale Kommunikation mit Kundinnen, Kunden und Geschäftspartnern. Solche Maßnahmen schaffen nicht nur Transparenz, sondern verbessern auch die Datenqualität und verringern manuelle Schnittstellen.

Ebenso wichtig ist der Kompetenzaufbau. Digitalkompetenzen sind die Fähigkeit, digitale Werkzeuge fachlich sicher und organisatorisch sinnvoll einzusetzen. Ohne diese Fähigkeiten bleibt die technische Investition oft unter ihren Möglichkeiten. Die Studie unterstreicht deshalb, dass Unternehmen ihre Kenntnisse regelmäßig aktualisieren sollten. Für kleine und mittlere Unternehmen kann zudem die Zusammenarbeit mit technologieorientierten Partnern oder digitalen Start ups sinnvoll sein, um fehlendes Know how schneller zu ergänzen.

Aus wirtschaftspolitischer Sicht spricht vieles dafür, gezielte Förderanreize für Digitalisierung weiter zu nutzen oder auszubauen, weil gerade im Mittelstand finanzielle Spielräume begrenzt sind. Aus unternehmerischer Sicht ist jedoch entscheidend, vorhandene Investitionsmittel wirksam einzusetzen und Digitalisierungsmaßnahmen an klaren Prozesszielen auszurichten. Wer Digitalisierung an konkreten Effizienzpotenzialen ausrichtet, erhöht die Chance auf dauerhaft sinkende Verwaltungskosten, bessere Steuerbarkeit und eine höhere Produktivität im gesamten Unternehmen.

Im Ergebnis zeigt sich klar, dass digitale Unternehmen produktiver sind und dass sich kontinuierliche Investitionen mittel bis langfristig auszahlen. Wir begleiten kleine und mittelständische Unternehmen bei der Digitalisierung ihrer Buchhaltung und der Optimierung kaufmännischer Prozesse, damit Produktivitätsgewinne und erhebliche Kostenersparungen im Tagesgeschäft tatsächlich realisiert werden.

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